Ein 21‑jähriger Mann, der wegen eines früheren Sexualdelikts bereits rechtskräftig verurteilt war, sollte seine Haftstrafe antreten. Laut den Akten stand der Beginn der Haft unmittelbar bevor, doch bevor er die Justizvollzugsanstalt erreichte, soll er eine weitere Straftat begangen haben.
Nach bisherigen Erkenntnissen wird ihm vorgeworfen, eine 16‑jährige Person sexuell missbraucht zu haben. Der Vorwurf steht im Raum der Untersuchung und wird derzeit von den Ermittlungsbehörden geprüft. Dabei gilt die Unschuldsvermutung, solange keine rechtskräftige Verurteilung vorliegt.
Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren aufgenommen und prüft, ob ausreichend Beweise für eine Anklage vorliegen. Gleichzeitig wird überprüft, warum der Mann trotz bestehender Haftbefehlsauflage nicht sofort inhaftiert wurde. Dabei wurden Unstimmigkeiten hinsichtlich der ersten Festnahme und der anschließenden Vollzugsmaßnahmen bekannt.
Das Gericht wird nun entscheiden, ob Haftbefehl erlassen oder bestehende Anordnungen angepasst werden müssen. Weitere Schritte hängen vom Ergebnis der laufenden Ermittlungen und der Bewertung der Beweislage ab. Der Fall wird das Verfahren befindet sich noch in einem frühen Stadium.