Das Freihandelsabkommen zwischen der fünft- und sechstgrößten Volkswirtschaft der Welt ist offiziell in Kraft getreten. Damit sollen Zölle auf eine Vielzahl von Waren schrittweise reduziert oder ganz abgeschafft werden. Ziel ist es, den bilateralen Handel zu intensivieren und Unternehmen auf beiden Seiten bessere Marktzugänge zu verschaffen.
Zu den zunächst betroffenen Produktgruppen gehören Textilien, landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie bestimmte Konsumgüter. Beispielsweise könnten britische Verbraucher künftig günstiger indische Textilien erhalten, während indische Haushalte leichteren Zugang zu schottischem Whisky und anderen britischen Spezialitäten bekommen könnten.
Experten weisen darauf hin, dass die vollständige Umsetzung des Abkommens mehrere Jahre in Anspruch nehmen wird. Zwischenzeitlich sollen gemeinsame Arbeitsgruppen die Details der Zollsenkungen ausarbeiten und mögliche Nicht-Zoll-Barrieren-Hindernisse adressieren.
Auch die Auswirkungen auf Dienstleistungen und Investitionen werden verhandelt. Finanzdienstleistungen, IT-Dienstleistungen und das Bildungssektor werden als potenzielle Wachstumsbereiche genannt. Beide Seiten betonen, dass das Abkommen im Einklang mit den Regeln der Welthandelsorganisation steht und transparente Verfahren vorsieht.
Kritiker warnen jedoch vor möglichen Nachteilen für empfindliche Sektoren wie die Landwirtschaft. Sie fordern begleitende Maßnahmen, um Landwirte vor erhöhtem Wettbewerb zu schützen. Die Regierungen haben zugesichert, sensible Bereiche durch Ausnahmeregelungen zu schützen.