Das US‑Wohnungsministerium (HUD) hat die Bundesmittel für die Virgin Islands Housing Finance Authority (VIHA) vorläufig gestoppt. Die Maßnahme folgt Anschuldigungen, dass die Behörde Hurrikan‑Hilfsgelder betrügerisch verwendet und missmanaged habe.
Laut HUD wurden Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Aufträgen und der Verwendung von Mitteln festgestellt, die nach den Hurrikanen Irma und Maria im Jahr 2017 zur Verfügung gestellt wurden. Die Behörde soll Gelder für Projekte verwendet haben, die nicht den Vorgaben entsprachen, beziehungsweise Rechnungen eingereicht haben, die nicht mit den tatsächlich erbrachten Leistungen übereinstimmten.
Die Behörde hat die Vorwürfe zurückgewiesen und betont, dass sie mit den Kontrollen kooperiere. Ein Sprecher erklärte, dass alle Ausgaben dokumentiert und den geltenden Vorschriften entsprechend seien. Dennoch hat HUD die Auszahlung weiterer Bundesmittel bis zum Abschluss einer unabhängigen Untersuchung ausgesetzt.
Die Aussetzung betrifft sowohl laufende als auch zukünftige Förderprogramme für günstigen Wohnraum auf den Amerikanischen Jungferninseln. Lokale Vertreter warnen, dass die Unterbrechung die Wiederaufbauarbeiten verzögern könnte, während die Untersuchungen weiterlaufen.