Im Frühjahr 2015 wurde ein 17‑jähriger Jugendlicher außerhalb des elterlichen Anfahrtswegs in Columbus, Indiana, von einem mutmaßlich zu schnell fahrenden Lexus erfasst, während er mit einem Skateboard unterwegs war. Der Aufprall verursachte ein schweres diffusen Axon‑Verletzung, das zu einem dreiwöchigen Koma führte. Beim Erwachen konnte er sich nicht an seine Umgebung oder an die Person erinnern, die täglich an seinem Krankenbett saß.
Die junge Frau, mit der er seit zwei Jahren zusammen war und die er wenige Wochen zuvor um die Hand gebeten hatte, blieb während seiner gesamten Behandlung an seiner Seite. Sie musste ihm ihren Namen und ihre gemeinsame Vergangenheit erneut erklären. Trotz des vollständigen Gedächtnisverlusts entschied sie sich, die geplante Ehe einzugehen, und das Paar heiratete am 26. März 2016.
Während der langen Rehabilitation im Rehabilitation Hospital of Indiana musste der Betroffene Sprache, Bewegung und grundlegende kognitive Fähigkeiten neu erlernen. Seine Partnerin setzte ihr ursprüngliches Ziel, Medizin zu studieren, vorübergehend zurück und arbeitete stattdessen als Krankenschwester auf einer Neugeborenenintensivstation. Zudem suchte er rechtlichen Rat bei einem Anwalt, der den weiteren Verlauf ihres Lebens beeinflusste.
Zehn Jahre nach dem Unfall beschreibt er die Erfahrung nicht als Tragödie, sondern als einen tiefgreifenden Wendepunkt, der die Beziehung auf eine ehrliche und belastbare Grundlage gestellt hat. Er betont, dass die Entscheidung seiner Partnerin, bei ihm zu bleiben, ein bewusstes und standhaftes Bekenntnis war, das ihn seitdem dazu antreibt, ihrer Erwartung gerecht zu werden.