Im Zusammenhang mit einer Festnahme in Miami wurden die Brüder Andrew und Tristan Tate von US-Behörden in Gewahrsam genommen. Die Festnahme erfolgte im Rahmen einer laufenden Untersuchung, deren Details bislang nicht öffentlich bekannt gegeben wurden.
Britische Ermittlungsbehörden haben den beiden Männern vorgeworfen, Sexualdelikte begangen zu haben. Die Vorwürfe werden im Vereinigten Königreich erhoben, wobei ein formelles Auslieferungsersuchen an die US-Behörden gestellt wurde. Das Verfahren richtet sich nach dem Auslieferungsabkommen zwischen den USA und Großbritannien.
Die Tate-Brüder haben durch ihre Rechtsvertreter mitgeteilt, dass sie die Auslieferung anfechten wollen. Sie argumentieren, dass die gegen sie erhobenen Anschuldigungen erhobenen Beweise nicht ausreichen und dass ein faires Verfahren in den USA gewährleistet sein müsse. Ein entsprechender Rechtsbehelf soll beim zuständigen US-Gericht eingereicht werden.
Falls das US-Gericht der Auslieferung zustimmen würde, würden die Brüder nach Großbritannien überführt und dort dem Strafrecht unterzogen. Sollte das Gericht die Auslieferung ablehnen, bleiben sie in US-Haft, wobei weitere rechtliche Schritte möglich sind. Das Gericht wird voraussichtlich in den kommenden Wochen über den Antrag entscheiden.