Im Repräsentantenhaus von Massachusetts haben Gesetzgeber einen Entwurf zur Schaffung einer ständigen Muslim-Kommission eingebracht. Das Gremium soll staatliche Behörden bei Fragen beraten, die die muslimische Bevölkerung des Bundesstaates betreffen, und Empfehlungen zu Themen wie Bildung, Beschäftigung und Bürgerrechte geben.
Befürworter des Vorstoßes argumentieren, dass eine feste Institution notwendig sei, um strukturelle Benachteiligungen zu bekämpfen und den Dialog zwischen Regierung und Gemeinschaft zu institutionalisieren. Sie verweisen auf bestehende Beratungsgremien für andere religiöse oder ethnische Gruppen als Vorbild.
Parallel dazu kündigt die Trump-Administration den Abbau von Diversity-, Equity- und Inclusion-Initiativen auf Ebene der Bundesregierung an. Dabei sollen Programme reduziert oder gestrichen werden, die laut Kritikern zur Förderung von Chancengleichheit beitragen.
Der Gesetzesentwurf befindet sich derzeit im Ausschuss für Staatsangelegenheiten. Sollte er beide Kammern passieren und vom Gouverneur unterzeichnet werden, würde Massachusetts damit eines der ersten Bundesländer mit einer staatlich verankerten Muslim-Kommission werden.